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Aufbauorganisation

Organigramm - Projektorganisation


Die Aufbauorganisation bildet das hierarchische Gerüst einer Organisation, das festlegt, welche Aufgaben von welchen Aufgabenträgern und Sachmitteln ausgeführt werden. Die Aufbauorganisation ist die statische Kehrseite der Ablauf- oder Prozessorganisation.

Die Aufbauorganisation stellt die Organisationseinheiten (OEs) mit Ihren strukturellen Organisationsrollen in eindeutige hierarchische Beziehungen zueinander dar und legt u.a. die Weisungs,- Kommunikations- und Berichtsstrukturen fest.

Organigramm

Die Aufbauorganisation eines Unternehmens umfasst das Organigramm, die Bereichs- und/oder Abteilungsstruktur, den Stellenplan, die räumliche Verteilung (Niederlassungen, Standorte) und gegebenenfalls auch Schnittstellen zu verbundenen Unternehmen (Tochter-, Mutter- oder Partnerfirmen).

Das Organigramm (Kurzform von Organisationsdiagramm, auch Organisationsplan, Organisationsschaubild, Strukturplan, Stellenplan) ist eine grafische Darstellung der Aufbauorganisation einer Organisation, welche dessen organisatorischen Einheiten sowie dessen Aufgabenverteilung und Kommunikationsbeziehungen offenlegt. Damit werden die Leitungsbeziehungen zwischen den einzelnen Organisationseinheiten in übersichtlicher Form abgebildet.

Aufbau- und Ablauforganisation bilden im Unternehmen zusammen die Betriebsorganisation. Die Aufbauorganisation eines Systems beschreibt die quasistatischen Beziehungen zwischen seinen Elementen, während die Ablauforganisation seine Prozesse behandelt.

In der traditionellen Unternehmensstruktur dominiert eher die Aufbauorganisation. Die Prozessorientierung des Qualitäts- und des Prozessmanagements bewirkt eine langsame Verschiebung des Schwerpunkts zur Ablauforganisation.

Projektorganisation

Der PMBOK(R) 2004 Guide definiert die „Organizational Breakdown Structure“ (OBS) als Abbildung der Projektorganisation mit dem Zweck, die Arbeitspakete den Organisationseinheiten zuzuordnen.

Projektorientierung bedeutet die Dominanz der Ablauforganisation gegenüber der Aufbauorganisation. Es braucht i.d.R beide Ausprägungen. Auch in Projekten sind die Projektaufbauorganisation und die Projektablauforganisation (Vorgehensmodelle) zu spezifizieren. Im Interesse eines konfliktfreien Projektablaufs sollte die Projektaufbauorganisation zu Beginn des Projekts definiert werden. Es sind dabei zwei Ausprägungen zu betrachten.

Zuerst sollte die innere Struktur der Projektaufbauorganisation. Zumindest sind dort der:

  • Projektlenkungsausschuß mind. mit dem Projektauftraggeber
  • Projektleiter – Projektmanager und das
  • Projektteam

zu definieren.

Weiters sollte die externe Beziehung zur Linienorganisation spezifiziert werden. Hier werden in der Praxis mehrere Projektorganisationsform angewendet:

  • Reine Projektorganisation
  • Matrixorganisation
  • Einflußprojektorganisation, Stabs-Projektorganisation

Die Projektaufbauorganisation kann u.a. auch als Verantwortlichkeitsmatrix, Funktionsmatrix oder auch Zuständigkeitsmatrix genannt, dargestellt werden. In der Funktionsmatrix werden die Beziehungen zwischen den Organisationseinheiten bzw. Rollen indirekt über ihre Befugnisse und Verantwortlichkeiten bei Aufgaben definiert werden. Dabei wir gerne das RACI-Modell angewendet. RACI- steht dabei für: „Responsible“, „Accountable“, „Consulted“ und „Informed“.

Die Dokumentation der Aufbauorganisation erfolgt häufig in Form von Organisationshandbuch oder in Projekten in Form eines Projekthandbuches.