USV - unterbrechungsfreie Stromversorgung
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Die unterbrechungsfreie Stromversorgung, kurz USV, ist ein System, das beim Eintreten von Störungen in der Stromversorgung kritischer Systeme aktiv wird und diese weiterhin zuverlässig mit Strom versorgt. Dazu ist es in die Stromzuleitung der Geräte eingefügt. Manche USV tolerieren bei Aktivierung eine in der Regel unkritische Verzögerung im Millisekundenbereich.
Die USV sichert angeschlossene Geräte vor Stromausfall, Oberschwingungen, Unterspannung, Überspannung und Frequenzänderungen. Diese Störungen entstehen in der Regel in lokalen Stromnetzen zum Beispiel durch das Abschalten großer Lasten, durch entfernte Blitzeinschläge, Kurzschlüsse und große Einschaltströme. Die USV kann diese Störungen Ausgleichen, sodass empfindliche Geräte nicht beeinträchtigt werden.
Eine USV setzt sich zusammen aus Akkumulatoren, welche ständig aus dem Stromnetz nachgeladen werden, weiter aus der elektronischen Regelung und Stromrichtern. Von der Belastbarkeit der Stromrichter hängt die Leistung ab, die üblicherweise von 300 VA bis hin zu einigen 100 kVA reicht. Von der Kapazität der Akkumulatoren hängt die maximale Überbrückungszeit ab, die wenige Sekunden bis mehrere Stunden beträgt. Für eine hohe Leistung und eine lange Überbrückungszeit werden zusätzlich Stromerzeugungsaggregate (zum Beispiel ein Diesel-Aggregat) eingesetzt, um die Akkumulatoren nachzuladen. Die USV überbrückt hierbei die Zeit zum Anlaufen des Stromerzeugungsaggregats.
Ihre Anwendung findet die USV zum Beispiel in Krankenhäusern und Rechenzentren, aber auch in kleinen Büros und zu Hause. Beim Stromausfall werden in Rechenzentren die Computer innerhalb der Überbrückungszeit automatisch heruntergefahren, ohne dass es zu einem Datenverlust kommt. Hierbei kommunizieren USV und Server über Ethernet, SNMP, RS-232 oder auch USB miteinander. Eine solche Verbindung ermöglicht einen Zugriff auf die Firmware, um die USV zu steuern.