Preismodell
Price Model
Das Preismodell beschreibt, wie das Unternehmen seine Leistung monetarisiert. Es beinhaltet Aussagen zu Preisbasis, Preismetrik und Preisstruktur.
Das Peismodell beschreibt wie Preise für ein Produkt bzw. Services gebildet werden.
- Preismodell „Free“: Bei diesem Modell können Kunden die Inhalte einer Website kostenlos nutzen. Das ist beispielsweise häufig bei Online-Zeitungen, -Magazinen oder Blogs der Fall. Firmen, die das Free-Preismodell nutzen, finanzieren den Betrieb über Werbeanzeigen. Dabei gilt: Je mehr Internetnutzer auf eine Seite klicken, desto höhere Werbe-Einnahmen sind möglich.
- Preismodell „Freemium“: Freemium ist ein so genannten Kofferwort, eine Mischung aus den Wörtern „Free“ und „Premium“: Firmen bieten sowohl kostenlose Inhalte und Leistungen an als auch kostenpflichtige Zusatzangebote. Der Musik-Streamingdienst Spotify nutzt dieses Modell beispielsweise, genau wie der Cloudspeicher Dropbox, das Datingportal Parship oder die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn.
- Preismodell „Pay what you want“: 2007 veröffentlichte die britische Band Radiohead ihr Album „In Rainbows“ – die Besonderheit: Fans konnten zwei Monate lang selbst entscheiden, ob und wie viel sie für das Album zahlen wollten. Letztlich luden rund drei Millionen Menschen das Album runter, 62 Prozent von ihnen zahlten nichts. Für Radiohead lohnte sich die Aktion dem US-Magazin Medium zufolge zwar, weil sie keine Abgaben an ein Label zahlen musste – sie machten aber auch nur minimal mehr Gewinn als mit gewöhnlichen Verkäufen und wiederholten die Aktion nie wieder.
- Preismodell „Subscription“: Wer früher Programme wie Photoshop vom Softwareunternehmen Adobe kaufen wollte, musste mehrere hundert Euro dafür hinlegen. Dann schwenkte das Unternehmen auf ein Subscription-Modell um: Wer das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop heute nutzen möchte, muss ein Jahresabo abschließen – oder aber das Programm monatsweise buchen. Auch Online-Zeitungen, Fitness-Apps und Video-Streaming-Anbieter wie Netflix nutzen dieses Preismodell – und inzwischen sogar Anbieter physischer Produkte, wie der Dollar Shave Club in den USA, der Kunden für einen Abopreis alle vier Wochen neue Rasierklingen und Pflegeprodukte schickt. Ähnlich wie beim Freemium-Modell können Nutzer die meisten Angebote für einen kurzen Zeitraum kostenlos oder vergünstigt testen. Freemium und Subscription sind daher nicht immer klar voneinander abzugrenzen – denn letztlich ist auch die monatliche Zahlung bei Spotify oder Parship ein Abo.
- Flatrate. Festpreis (vgl. Pauschalpreis), der die unbegrenzte Nutzung eines Gutes gewährt.
- Auktionen. Einmalige oder periodische Form der Marktveranstaltung, bei der die am Auktionsort oder in dessen Nähe untergebrachten Waren im öffentlichen Bieteverfahren an den Meistbietenden veräußert werden.
- Pauchalpreis. Ein ohne Rücksicht auf Einzelleistungen nach überschlägiger Schätzung vereinbarter Preis.
- Dynamisches Pricing. Preisstrategie, bei der Unternehmen die Preise für Produkte oder Dienstleistungen permanent der aktuellen Marktsituation anpassen. Diese Preisanpassung erfolgt oft maschinell anhand definierter Algorithmen. Dabei werden Faktoren wie Wettbewerbspreise, Angebot und Nachfrage und andere externe Faktoren (z. B. Wetter) mit einbezogen.